Mortal Kombat Trilogy - Das ultimative Schlachten-Epos auf dem Nintendo 64
Mortal Kombat Trilogy ist weit mehr als nur ein einfaches Kampfspiel; es ist die ultimative Hommage an die Ära der digitalisierten Kämpfer und der exzessiven Fatalities. Auf dem Nintendo 64 bündelt dieser Titel die Essenz der ersten drei Teile und liefert eine "Best-of"-Erfahrung, die damals wie heute durch ihre kompromisslose Inszenierung besticht. In einer Zeit, in der 3D-Prügler gerade erst laufen lernten, bewies Midway mit diesem 2D-Schwergewicht, dass klassische Fighting-Mechaniken und eine düstere Atmosphäre unschlagbar sind.
Die grösste Riege an Kämpfern der 64-Bit-Ära
Das Herzstück von Mortal Kombat Trilogy ist zweifellos die enorme Auswahl an Charakteren. Das Spiel versammelt fast alle Kämpfer aus Mortal Kombat 1, 2 und 3 sowie Ultimate Mortal Kombat 3 in einem einzigen Modul. Ob du nun als klassischer Sub-Zero, Scorpion, Raiden oder als einer der mächtigen Bosse wie Shao Kahn oder Motaro antreten willst – die Auswahl ist gigantisch. Besonders spannend für Retro-Liebhaber ist die Einbindung von "klassischen" Versionen einiger Kämpfer, die ihre Movesets aus den früheren Teilen beibehalten haben. Das sorgt für eine enorme taktische Tiefe und unzählige Stunden Spielspass, während man die spezifischen Kombos und Spezialangriffe jedes einzelnen Recken meistert.
Gameplay-Innovationen und N64-Exklusivitäten
Während die PlayStation-Version mit CD-Qualität und gerenderten Zwischensequenzen punktete, bot die Nintendo 64 Fassung ganz eigene, spielerische Vorteile. Die Cartridge-Technologie ermöglichte nahezu eliminierte Ladezeiten – ein Segen für ein schnelles Kampfspiel. Ein exklusives Feature der N64-Version ist der "3-on-3-Vier-Spieler-Modus", der für chaotische und spannende Abende mit Freunden sorgt. Zudem wurde der "Aggressor"-Balken eingeführt: Wer offensiv spielt und Treffer landet, füllt diese Anzeige auf. Ist sie voll, bewegen sich die Kämpfer schneller und verursachen massiven Schaden. Dieses System belohnt aggressive Taktiken und sorgt für eine Dynamik, die in den Vorgängern so nicht vorhanden war.
Fatalities, Brutalities und mehr
Natürlich wäre ein Mortal Kombat ohne seine Finisher nicht komplett. Die Trilogy führt die berüchtigten "Brutalities" ein – eine blitzschnelle Abfolge von Schlägen, die den Gegner am Ende buchstäblich in Stücke reisst. Hinzu kommen die klassischen Fatalities, Stage Fatalities, Friendships und Babalities. Die Vielfalt an Arten, einen Kampf siegreich und spektakulär zu beenden, ist in diesem Teil so hoch wie nie zuvor. Das Nintendo 64 Modul schafft es dabei erstaunlich gut, die digitalisierten Sprites flüssig und detailreich über den Bildschirm zu jagen, was die düstere, fast schon okkulte Stimmung des Spiels perfekt unterstreicht.
Nostalgie und Sammlerwert heute
Aus der heutigen Sicht des Retrogamings ist Mortal Kombat Trilogy ein faszinierendes Zeitzeugnis. Es repräsentiert den Höhepunkt der 2D-Ära von Mortal Kombat, bevor die Serie den (anfänglich holprigen) Weg in die dritte Dimension antrat. Die Soundkulisse mit ihren dumpfen Schlägen, den ikonischen Schreien und dem markanten Sprecher ("Finish Him!") löst bei jedem Spieler der 90er sofort einen wohligen Nostalgieschauer aus. Die Steuerung auf dem N64-Controller ist gewöhnungsbedürftig, aber präzise, besonders wenn man das digitale Steuerkreuz nutzt.
Für Sammler ist das Spiel ein absolutes Muss. Es ist nicht nur ein technisch beeindruckendes Modul, sondern auch spielerisch der kompletteste Teil der gesamten Serie auf dieser Konsole. Die düsteren Hintergründe, die von den Totenäckern bis hin zu Shao Kahns Thronsaal reichen, sind stimmungsvoll gezeichnet und fangen den Geist der Neunziger perfekt ein. Es ist ein Spiel, das bei keiner Retro-Session fehlen darf und immer wieder für Gesprächsstoff sorgt – sei es wegen der kontroversen Gewalt oder der schieren Freude am perfekten Uppercut.
Beweise deinen Mut im Turnier und zeige Shao Kahn, wer der wahre Champion von Mortal Kombat ist. Dein Schicksal wartet!
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